Weltweite Christenheit

Gottesdienst Reminiszere mit Gebeten für Syrien

Die EKD rief für den 8. März 2020, Sonntag Reminiszere, alle Kirchengemeinden dazu auf, für bedrängte und verfolgte Christen in Syrien zu beten. 

Sowohl im Ostgemeindehaus als auch in der Dreieinigkeitskirche ging Pfarrerin Hechler in der Predigt daher besonders auf Syrien ein und berichtete von Pfarrer Selimian aus Aleppo.

Im Fürbittenteil hatte jeder Gottesdienstbesucher Gelegenheit, Grüsse und Gebete an die evangelisch-armenische Gemeinde in Aleppo zu schreiben. 

Der Gottesdienst ging vielen zu Herzen und es wurden bewegende Gebete niedergeschrieben. Immer wieder wurde besonders der Wunsch nach Frieden ausgedrückt.

Auf dem Bild sieht man die Gebete zusammengelegt zu einem Kreuz.

Doch wie sollten diese Gebete nach Aleppo kommen? Und dann auch noch ins Arabische übersetzt?

Benedikt Jetter wusste, dass Pfarrer Selimian gerade noch wenige Tage in Deutschland ist/war. Es gab also unerwartet eine Möglichkeit, ihm diese Gebete direkt in Deutschland zu übergeben. Eile war geboten.

Ursula und Benedikt Jetter übersetzten die Gebete noch am selben Abend ins Englische - jeweils auf die Rückseite.  Ursula Jetter schickte die Grüsse und Gebete sofort nach Leipzip zum Gustav-Adolf-Werk. Dort bekam Pfarrer Selimian diese Grüsse vom GAW-Pfarrer Enno Haaks persönlich überreicht.

18.März 2020 - Hans-Joachim & Ursula Jetter

 

 

 

 

Unser Projekt 2020:  Der „Sternberg"

Eine Behinderten-Arbeit der Herrnhuter Brüdergemeine (englisch „Moravian Church“ von „Mährisch“),
die auch das Losungsbüchlein herausgibt.

Der "Sternberg" liegt in Ramallah in den Palästinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland nahe bei Jerusalem. Diese Einrichtung ist im 19. Jahrhundert entstanden und musste nach dem 2. Weltkrieg (wie die Schneller-Schulen) neu aufgebaut werden. Ursprünglicher Inhalt war die Lepra-Hilfe.

Später wandte man sich Menschen mit geistiger Behinderung zu.

Heute lässt sich die Arbeit auf dem Sternberg in vier Bereiche unterteilen:

  • Der älteste und ursprüngliche Teil ist die Förderschule (Special Education Programm).
  • Schon bald entwickelte sich die Dorfarbeit (Community Work Programm), die auch Gemeinwesenarbeit genannt wird.
  • In den 90er Jahren wurde als Ergänzung zur Schule die Berufsausbildung hinzugefügt (Vocational Training Programm).
  • Das jüngste Arbeitsfeld des Sternbergs ist der Kindergarten, der 2007 eingerichtet wurde (Kindergarten Programm).

So hat sich der Sternberg von einem abgeschiedenen Leprakrankenhaus zu einem offenen lebendigen Schulzentrum entwickelt, das weit über seine Steinmauern hinaus bekannt ist. Die Förderschule kann 45 Schüler/innen erreichen, die Dorfarbeit dagegen fast 300 Kinder.
Auf dem Sternberg arbeiten Christen und Muslime zusammen. Ungefähr ein Drittel der Mitarbeiterschaft ist christlich, die anderen muslimisch.

Siehe Internet-Seite   „Sternberg"